Montag, 11. Februar 2013

Wintergrau oder Winterrotorangegelbgrünblaulila?


Ein bisschen mehr Farbe?

Ich habe ja mehr Bilder vom Regenbogenmantel versprochen.
Hier sind sie also.

Trallalitrallala.



Noch eine Neuigkeit, es gibt mich nun auch bei facebook. Besuche mich doch mal dort!

 Und nun quatsche ich mal weniger und zeige einfach. 





















Viele Grüße von der Montillise!

Sonntag, 10. Februar 2013

Aus 11 mach 1 - Upcycling auf dem Regenbogen



Heute morgen war mir so nach Feng-Shui im Kleiderschrank zumute....
Viele Teile meiner Klamottis sind zwar schön, aber irgendwie nicht mehr so passend. Das eine Teil ist zu kurz, das andere zu weit, manches habe ich vor Jahren mal gekauft, weil ich die Farbe so mochte - um dann zu merken, dass es unbequem ist, etc.
Wer kennt das nicht?

Aber was macht man mit den ganzen Sachen? Von manchen kann ich mich so schwer trennen, sind so schöne Farben....

Da kam mir doch ein Gedanke geflogen.
Ich hatte mal dieses wunderbare Video gesehen, von einer lustigen Dame namens Katwise.
Ich hatte mir schon lange vorgenommen, das irgendwann, irgendwann, irgendwann mal auszuprobieren.
So ein  Regenbogenmantel, mein Traum.

Schwer sieht es auf dem Video nicht aus, nur nach viel Arbeit.
Und das war es tatsächlich. Viel, viel Arbeit.


Ein Haufen Schrankleichen

Erst einmal habe ich 11 Pullis ausgesucht, die eine Regenbogenmantel werden könnten. Von 10 von diesen Pullis habe ich alle Ärmel abgeschnitten und geteilt, so dass ich nachher 40 Ärmelstücke für den Rock hatte.
 Der 11. soll das Oberteil des Mantels werden.
Alles ohne Lineal, ohne Maßband, nur mit Schere einfach so. Auch mal schön und sehr befreiend, so ganz ohne Schnitt und Plan.
Das hat schon Spaß gemacht.


Lieber Arm ab als Arm dran!

10 x Arm ab

 Alle Ärmel sortieren, wie sie als Rock zusammen genäht werden sollen.
Fürs nächste mal (ja sicher, das mach ich nochmal) merke ich mir an dieser Stelle, dass die Ärmelstücke nach oben schön Schmal sein sollten. Hier sind sie noch zu breit, was den Rock zu weit werden lässt. Ich habe alle Nähte nachher noch einmal korrigiert...

So soll der Rock dann aussehen

Und nun geht es los, alle Teile einfach drauf los vernähen, Nähte fröhlich wellig und sichtbar außen....
 1.000.000 gefühlte Nähmeter später, Ratter, Ratter, Ratter...

nähnähnähnähnähnähnähnähnähnäh....

Ist der Rock dann endlich fertig... Er muss am unteren Rand noch begradigt werden, weil dort noch zwei Bahnen Stoff rundherum kommen sollen. So zipfelig hat meiner Meinung nach aber auch was.

Ein erster Erfolg

 Die Stickjacke fürs Oberteil muss erst mal etwas an Länge lassen, sowohl an Saum, als auch an den Ärmeln. Außerdem muss sie sich von ihrer Knopfleiste trennen. Da kommen  Stulpen an die Ärmel und an die Taille ein Band, mit welchem nachher die Weite des Mantels gut angepasst werden kann. Geschlossen wird der Mantel später mit dem lila Reißverschlussteil des lila Jäckchens, dass dran glauben musste.

Das Oberteil

Jetzt fehlt noch die passende Kopfbedeckung. Ich hab die Zipfelkapuze ein bisschen kürzer (und für mich mit Kindern alltagstauglicher gemacht.
Zuerst wieder wild und frei wie der Wind die Stücke zurecht schneiden.
Dann wieder zusammennähen.....Ratter....

Viele kleine Stoffstücke...

...für eine zipfelige Zipfelmütze

Zipfelmütze versäubern, Ober-und Rockteil zusammennähen, Kapuze dran und dann:
Nach vielen Stunden harter Arbeit und glühenden Nadeln, ist er fertig. 


Mein Regenbogenmantel

Ich bin wirklich äußerst glücklich und zufrieden.
Das ist mein Mantel.
Hat lang gedauert,
aber es hat sich gelohnt.
Und das beste:
Es hat auch noch irre SPAß gemacht! Und war für umsonst!
Es werden bestimmt noch viele Teile folgen!
So viele Ideen sind noch in meinem Kopf.....


   
Ein schnelles Bild vom fertigen Kunststück

Und morgen gibt es dann schönere Bilder bei Tageslicht und natürlich Tragefotos :)
Das Bild hab ich grad eben auf die Schnelle noch gemacht, wirklich gut ist es nicht (und wird dem Mantel nicht gerecht, das hat er nicht verdient, der Gute!)
Und vielleicht gibts noch ne Tasche vorne drauf!
Ach, was heißt vielleicht....
Da fehlt noch ne Tasche!

Mittwoch, 6. Februar 2013

Elefantastisch!

Törööööö!

Ich bin verliebt!

In den Spieler-Schnitt von Madame Jordan sowieso.
In der Kombi mit kuschelig weichstem (wirklich allerweichstem, ich habe noch nieeeee so kuscheligen Nickistoff angefasst) Lana Nicki in sonnigem Gelb-Orange kombiniert mit grünem Lana Jersey und vintage 70's Bettwäsche ein Knaller - wie ich finde.
Nur schade, dass der Sonnenschein, der aus der Farbe strahlt, sich nicht aufs Bild bannen lässt. Das Sonnenscheinkind fühlt sich auf alle Fälle elefantastisch gut in ihrem neuen Anzug und mag die applizierten Details :)

Genäht habe ich diesmal Gr. 62/68 in der Weite und dazu Schritt, sowie Länge ein bisschen verlängert. So sollte er noch lange passen.

Spieler fürs Lischen


Am schlafenden Sonnenscheinchen




Samstag, 2. Februar 2013

Ein Stillshirt entsteht

Schöner Stillen :)

Weil ich des öfteren gefragt werde, wie man die Stillshirts macht, habe ich gestern abend mal eine Entstehung dokumentiert.
Ich habe im hiesigen Stoffladen wunderschönen Baumwolljersey gefunden, der genau meine Farben hat und danach schrie, SOFORT vernäht zu werden :) Okay, ganz ideal ist er nicht für ein Stillshirt, weil 100% BW. Besser ist eigentlich, wenn ein bisschen Elastan drin ist, damit die Stillöffnung besser dehnbar ist. Aber es geht auch so. 


Was ihr braucht:
  •  1 Schnittmuster
  •  je nach Ärmellänge und Größe Stoff (hier habe ich etwa 1m Jersey vernäht)
  •  durchsichtiges Elastikband ("Framilonband")
  •  ein schlafendes Baby



Zu allererst brauch man natürlich ein passendes Shirtschnittmuster. Bei mir ist es auch dieses mal wieder die Bertina von Farbenmix. Eigentlich ist das Vorderteil da 3-teilig, ich habe es mir aber als einteiliges Vorderteil abgemalt. Ich mag bei dem Shirt den Ausschnitt sehr gerne.
Am einfachsten für die Erstellung eines passenden Stillshirts ist, wenn man das Shirt schon mal ohne Stillöffnung genäht hat. Man probiert dieses dann an und misst ab, wo man ungefähr das Ende der oberen Lage haben möchte (idealerweise kurz unter der Brust, natürlich mit passendem BH gemessen;))
Es kann ein-zwei Shirtversuche dauern, bis man die richtige Länge raus hat. Zu lang sieht nicht schön aus, weil es dann so beult, wenn das Teil zu kurz ist, rutscht es hoch. Als knapp unter der Brust ist gut.
Diese Stelle habe ich auf mein Schnittmuster gemalt. Die Linie ist nicht grade, sondern ganz leicht rund, damit die "Ladeluke" nachher vorne ein klein bisschen länger ist als an den Seiten. So passt es mir am besten.

Mein Schnittmuster Stillshirt
 Ich knicke das Schnittmuster immer an der Linie und schneide danach die obere Lage aus.
Die untere lage mache ich so lang, dass ich bis knapp über die Markierung am Ärmelausschnitt zuschneide. Da mache ich oben einfach eine grage Kante. Angezogen geht die untere Lage bei mir dann bis über die Brust. Das hat den Vorteil, dass es nicht einschneidet. Wenn das Baby Hunger hat, lässt sich die Lage problemlos runterziehen.
Für die obere Lage schneide ich noch einen Streifen zum Versäubern zu. Eigentlich wollte ich hier Bündchenware nehmen, weil die gut elastisch ist. Dieses mal habe ich mich trotz 100%BW-Stoff dagegen entschieden, weil ich den Stoff so schön finde und keine optische Unterbrechung wollte. Alternativ werde ich ein Gummiband in das Bündchen einziehen.

zugeschnittene Vorderteile
 Die restlichen Shirtteile schneide ich ganz normal nach Schnittmuster zu.
Wenn das erledigt ist, geht es ans Nähen:

Zuerst nähe ich das Bündchen an das obere Vorderteil (und in meinem Fall ziehe ich danach das Gummi in den entstandenen Tunnel)

Bündchen annähen
 Danach nähe ich am oberen Rand der unteren Stofflage von außen das Framilonband auf. Dieses verhindert, dass sich das Shirt an dieser beanspruchten Stelle zu sehr ausdehnt. Hier ist ganz wichtig, dass das Band NICHT gedehnt wird. Sonst schneidet es nachher in die Brust ein, was nicht so schön aussieht. Das Band soll also nur locker aufgenäht werden. Wenn du mit der Overlock nähst, verstelle am besten den Differentialtransport dafür. Evt. ist es auch hilfreich, das Stoffstück beim Annähen leicht (!) zu dehnen.

Framilonband an der Oberkante der unteren Stillöffnung
 Wenn ich die Teile wie beschrieben vorbereitet habe, nähe ich die beiden Vorderteile rechts auf links so an den Rändern zusammen, dass die Markierungen am Ärmelausschnitt aufeinander liegen. Also da, wo die beiden Vorderteile sich überlappen. Dann verrutscht mir nichts mehr und das Vorderteil sieht schon nach Stillshirt aus.

Kanten knappkantig auf der Nahtzugabe zusammennähen
Ein erster Erfolg: Das Vorderteil ist soweit fertig. Jetzt muss das Shirt "normal" weiter genäht werden. Ich versehe zuerst den Halsausschnitt mit Bündchen und nähe dann die Ärmel an die Armausschnitte.

Vorderteil
Beim Annähen der Ärmel muss man ein wenig aufpassen, dass man nichts von dem doppellagigen Vorderteil versehentlich irgendwo festnäht. Durch die einfache Naht womit wir das Vorderteil zusammen genäht haben, wird dieses Risiko minimiert.

Innenansicht mit angenähtem Ärmel
 Seitennähte schließen, Ränder nach Belieben versäubern und fertig ist das einmalige Stillshirt:)

Flower-Power Stillshirt



Stillöffnung

getragen

Viele Grüße von der Montillise

Bunt, bunt, bunt sind alle meine Kleider

Hier liegt grade alle Hosen auf einem großen Haufen, weil ich sie alle enger nähen muss. Und so habe ich die Situation genutzt, um sie mal zu fotografieren. Auch wenn ich meistens für die Kinderlein nähe, kommt doch auch das ein oder andere mal was für mich dabei rum. Zugegeben, ich mag ja lieber bunte Sachen und ich mag auch am liebsten meinen Lieblingshosenschnitt, eine weite Marlenehose aus der Burda von 1992, an meine Bedürfnisse angepasst. In der Schwangerschaft (und auch so) mag ich total gerne Stretchbündchen oben, und die passen alle nicht mehr und warten auf Änderung...
Mal mag ich die Hose unten "normal", wie sie eigentlich ist, also weit. Ich finde die Hose aber auch als Pumphose sehr bequem!

Diese Hose hier habe ich aus Gudrun Sjöden Bio-Baumwolltischdecke genäht. Der Stoff ist ideal als Hosenstoff, weil er schön robust und unempfindlich ist. Und das Muster ist natürlich meins. Pink und Rot mit Blümchen :)

Taschendetail
Tischdeckenrecycling


Hier mal eine Version aus dunkelbraunem Lana-Feincord mit Lana-Jersey als Bündchen, alles kbA und sehr bequem.


Taschendetail 2
braun-pinke Pumphose
 In grün ist die Hose auch schön ;) Hier kominiert aus grasgrünem Feincord, lila Bündchen und alter Bettwäsche als Detail.

Froschgrün
Blumenwiese

und einmal kuscheliger Lana-Frottee mit Pilzen zum gammeln
 Und natürlich muss ich auch ein paar Oberteile zeigen.
Wie schon öfter mal erwähnt, Stillshirts sind ja in der Regel sowas von langweilig....
Also hier zwei Shirts nach bewährtem Farbenmix "Bertina" Schnitt, vorne mit Stillöffnung, klar.

Zwei Stillshirts
in bunt
Als ich im November bei Lana war, hab ich ja so schönen Blümchenjersey erstanden. Dieser wurde mit wunderbar weichem Lana Merinostöffchen von glücklichen Schafen kombiniert zu einem warmen Stillkleid. Hier zeigt sich nach ein paar mal Tragen, dass die obere Lage der Stillöffnung vorne etwas länger hätte sein können. Ich habe sie genau so lang gemacht wie bei den anderen Shirts, es liegt wohl in der Natur des Wollstoffs... Aber nichts desto trotz liebe ich dieses Kleid.

Stillkleid aus Lana-Stoff

Und noch ein Loop für Muttern: aus Lana Schurwollstrick und Daisy Bio-Interlock

Ich hab ja nicht nur für mich genäht in der letzten Zeit (obwohl deutlich mehr als sonst, die Kinder sind momentan rundum versorgt und Wollkleidung brauch man einfach nicht so viel).
Das kleine Mädchen wird größer und die Stoffwindeln wurden zu klein. Also entstand ein Schwung Windeln, frei Schnauze, orientiert an Ritas Rump Pocket aus dem www.
Alles was an Babys Po kommt ist - klar - Frottee oder Nickystoff aus kbA-Baumwolle von Lana. Außen sind die Windeln teils aus Lana Jersey und Sweat, Znok Interlock und der Daisy von Hamburger Liebe. Mal mit Klett, mal mit Spaps, wie ich grade lustig war :) Wer will da noch Windeln in den Müll schmeißen. So schöööön, so weich, so gut!


Eine bunte Windelparade
 Und last but not least möchte ich eine Hose fürs kleine lustige Mädchen zeigen. Ja, eine Hose. Aus Baumwolle (hier ein recyceltes Stoffstück in lila-blau mit Ringelbündchen und Eulenwebband) nach der schönen Ottobre Haremshose von 2010. Ideal für dicke Windelpopöchen.
Die Bündchen habe ich etwas verlängert, damit sie noch länger mitwächst.

Pumphosen sind toll!

 Viele Grüße von der Montillise!

Freitag, 7. Dezember 2012

Heute mal Stricklisel

Ich hatte auf dem Basar wunderschöne Wolle gekauft, handgesponnen und handgefärbt mit Pflanzenfarben - und dazu auch noch kuschelig weich, weil Merinowolle.
Das ist genau die richtige Wolle für eine Babyhose für das kleine Lischen.  Die Farben gefielen mir so gut, ein bisschen wie ein leckeres Bonbon. Die Frau hinterm Stand mochte die Farbkombi auch so gern, dass sie die Idee direkt übernommen hat ;) Das rote Garn links hat der der Mann sich ausgesucht - ja wirklich! Er will ne Mütze daraus. Echt! Öfter mal was neues, ich liebe Überraschungen!


Wunderweiche Kuschelwolle

Ich stricke ja irre laaaangsam, wie ich finde - daher nähe ich auch meisten lieber - aber so Strickhosen sind einfach herzallerliebst und sooooo warm! Also nehm ich die Arbeit gern mal auf mich (immerhin hab ich "nur" 4 Tage für die Hose gebraucht, die Wolle ist zum Glück ja auch dick ;) 

Gestern abend habe ich dann den oberen Teil noch mal aufgetrennt, weil er etwas zu weit geraten war. Jetzt passt sie perfekt und hat auch noch ne Menge Mitwachspotenzial. Vielleicht strick ich unten nochmal was dran, aber momentan ist sie genau richtig so. Die Holzknöpfe an den Trägern können auch noch ein ganzes Stück versetzt werden.
Hier ist das fertige Stück:

Nahaufnahme
Hüühh Pferdchen - hier sind die Farben am realistischsten wiedergegeben.
Die Farben sehen hier etwas grell aus
Einmal am Kindchen, mit Blitz, daher komische Farbe

Für die, die wissen, dass ich gerne mal Wolle färbe und auch verstricke, auch wenn es Jahre dauert: Ja, es ist wahr, ich habe es tatsächlich getan. Die Jacke wird aufgetrennt.
Zur Geschichte: Ich habe hier 16 Wollknäule zuerst zum Strang gewickelt, dann handgefärbt mit Lebensmittelfarbe, wieder zum Knäul gewickelt und dann zu einem Mantel für mich verstrickt.
Das ganze hat gute 1,5 JAHRE gedauert. Aaaaaber, irgendwie passt sie nicht richtig, ist nicht perfekt. Und das ist bei der irren Arbeit einfach viel zu schade und nicht akzeptabel. Also habe ich beschlossen, die Jacke noch mal neu/anders zu stricken. Ich habe mir vorgenommen, schneller als beim ersten mal zu stricken, also diesen Winter wäre schon schön, wenn sie fertig würde.
 Fortsetzung folgt....
 
Und hier, jaaaaaa.......






Samstag, 1. Dezember 2012

Advent


Viel Krankheit hat uns seit Wochen lahm gelegt und nur langsam scheint es bergauf zu gehen. Hier im Blog und an der Nähmaschine ist nicht viel passiert. Ein bisschen schon, zum Beispiel wollten 11 kleine Zwergenmäntelchen für den Adventsbasar unseres Kindergartens genäht werden. Und es entstand noch ein Stillpullover aus neuen Lanastoffen für mich und ein paar Mützchen die ich beizeiten auch noch zeigen werde.
Jetzt wird es erst mal Zeit, dass wieder Ruhe einkehrt und wir endlich aufatmen und neue Kraft schöpfen können.



Advent, mit Kindern nimmt man diese Zeit doch viel mehr wahr. 
Ruhe und Besinnlichkeit, das kommt im Alltag viel zu kurz.


Die Adventzeit wird im Waldorfkindergarten traditionell mit dem Adventgärtlein eingeläutet. Gestern durften wir dieses tolle Fest zum ersten mal besuchen. Für die, die nicht wissen, was beim Adventgärtlein geschieht, erkläre ich es mal schell:
Bei uns abends am 30.November, treffen sich Eltern und Kinder im kerzenerleuchtetem Kindergarten. Der Gruppenraum ist leergeräumt und statt dessen liegt eine große Spirale, gelegt aus Tannenzweigen (unter anderem aus unserem Garten) mitten im Raum. Die Spirale ist so groß, dass ein Weg in die Mitte entsteht, dort leuchtet eine große Kerze. Zuerst gehen die Kinder in einen anderen Raum, wärend die Eltern am Rande Platz nehmen. Liederhefte werden verteilt. Mit dem Lied "Über Sterne, über Sonnen" (s.u.) betreten die Kinder den Raum und setzen sich auf ihre Stühlchen. Eines nach dem anderen bekommt dann von einer der Erzieherinnen seinen Apfel, in dessen Mitte eine duftende Bienenwachskerze steckt, überreicht. Je nach Alter und Temperament des Kindes, wird jedes einzelne durch die Spirale zur Kerze in der Mitte geführt, oder läuft den Weg alleine. Dort darf das Kind seine Apfelkerze an der großen Kerze entzünden und an den vorgesehenen Platz auf die Tannenspirale stellen und dann die Spirale wieder zurückschreiten. So erhellt sich nach und nach die ganze Spirale im Kerzenschein. Wärend dessen werden weihnachtliche Lieder gesungen. Wenn alle Kinder ihr Licht auf die Spirale gestellt haben, verlassen sie den Raum wieder unter dem Gesang von "Über Sterne, über Sonnen". Die Eltern bleiben noch einen Moment in andächtiger Stille sitzen, bevor sie den Raum verlassen und zu ihren Kindern gehen. Die Kinder bekommen zum Abschied noch ihr Apfelkerzchen mit.

  Es war so schön, so andächtig und ruhig, dass mir fast die Tränen kamen. Und unserem Kindergartenkind kamen die Tränen. Sie war so ergriffen, es leuchtete so schön, der Tannenduft, der Gesang... an Mamas Hand schritt sie dann zum ersten mal die Tannenspirale entlang und entzündete ihr Apfellicht. Was für ein schöner Moment! Ich hoffe, dass diese Wärme und das strahlende Licht noch lange in unseren Herzen bleiben!

Ich freue mich, dass wir noch mindestens 5 weitere Adventszeiten so beginnen werden und bin mir wieder einmal mehr sicher, dass wir genau den richtigen Kindergarten für unser Kind gewählt haben! Die beiden Apfellichter meiner kleinen Mädchen leuchten nun bei uns im Wohnzimmer.

Kerzenschein

Und so begleitet mich seit gestern ein wunderschöner Ohrwurm:


Über Sterne, über Sonnen

Über Sterne, über Sonnen
leise geht Mariens Schritt.
Lauter Gold und lichte Wonnen,
nimmt sie für ihr Kindlein mit. 

Wenn Maria heilig schreitet,
von der Sterne Chor geschaut,
wird von ihrer Hand bereitet,
was zur Weihnacht'niedertaut.

Ruft die Sonne, auf zu weben
für des Kindes lichtes Kleid,
bittet dann den Mond zu geben,
ihrem Kindlein Glück und Freud'.

Alle Sternlein spannt sie singend,
an den großen Wagen an.
Ziehet durch den Himmel klingend,
kommt so auf der Erde an

 Text: Karl Schubert Melodie: Edmund Pracht